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Slideshow Überblick

Einleitung

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in den westlichen Industrieländern die Hauptursache für Erblindung bei Menschen über 65 Jahren, weltweit sind über 30 Millionen Menschen betroffen. Die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld geht durch das schrittweise Absterben von Netzhautzellen in der Makula verloren—dem Punkt des schärfsten Sehens‘. Mit der AMD sind selbst alltägliche Handlungen schwierig, so wie z.B. Lesen, Autofahren, Gesichter erkennen, Fernsehen oder Treppensteigen.

Die AMD ist nicht schmerzhaft und schreitet unterschiedlich voran, manchmal langsam, manchmal rasch, manchmal an einem Auge, manchmal an beiden. Wenn AMD sehr langsam beginnt, passt sich das Gehirn zuerst an, und die Symptome der Erkrankung sind oft schwer zu erkennen. Schreitet die Krankheit jedoch rasch voran, so macht sich der Verlust der Sehfähigkeit schnell bemerkbar. Unabhängig davon ob sich AMD langsam oder rasch entwickelt, führt das späte Stadium ohne Behandlung zum irreversiblen Verlust der Sehkraft.

Die AMD wird in zwei Formen eingeteilt: die trockene und die feuchte.

Trockene AMD

Die trockene AMD ist die häufigste Form von AMD, und stellt in den Anfangsstadien ca. 90% aller Fälle dar. Die trockene AMD beginnt mit einem Funktionsverlust der Netzhaut durch Ablagerungen von Drusen—das sind gelbe Ablagerungen im hinteren des Auges, in unterschiedlichen Größen und Anzahl, die meist als eine Begleiterscheinung des Alterns betrachtet werden. Zu Beginn der trockenen AMD bilden sich mehrere kleine Drusen oder wenige mittelgroße Drusen, aber die Patienten erleiden keinen Sehverlust. Das Frühstadium der trockenen AMD kann sich zum Zwischenstadium der trockenen AMD entwickeln, wenn sich weitere kleine Drusen oder eine oder mehrere große Drusen bilden. Die Begleiterscheinungen des Zwischenstadiums der trockenen AMD sind z.B. gewellte Linien oder verschwommene Flecken im Gesichtsfeld, sowie Schwierigkeiten beim Lesen.

Das Zwischenstadium der trockenen AMD kann sich entweder in ein fortgeschrittenes Stadium der trockenen AMD, oder aber zur feuchten AMD entwickeln. Bei der fortgeschrittenen trockenen AMD führt das ständige Wachstum der Drusen, in Anzahl und auch in Größe, zur Zerstörung der lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut und des dort befindlichen Gewebes, was man « geographische Atrophie” nennt. Geografische Atrophie führt zu weiteren erheblichen und irreversiblen Störungen der Sehfähigkeit wie z.B. größere, dunklere Flecken in Sehzentrum, Abnahme des Kontrastempfindens, Abnahme der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse, Abnahme der Lesefähigkeit für Kleingedrucktes.

Es können beide Augen oder nur eines von trockener AMD betroffen sein. Wenn nur ein Auge betroffen ist, ist der Sehverlust manchmal unbemerkbar da das gesunde Auge die Schwäche des kranken Auges korrigiert. Es ist also sehr wichtig, beide Augen regelmäßig untersuchen zu lassen.

Feuchte AMD

Die Feuchte AMD ist die schwerwiegendste und gravierendste Form von AMD und tritt erst im Spätstadium der Erkrankung auf. Alle Menschen mit feuchter AMD leiden vorerst unter trockener AMD, doch entwickelt sich die trockene AMD lediglich bei 10 bis 15% der Patienten zur feuchten Form. Ebenfalls unter „exsudative Makuladegeneration“ bekannt, bilden sich bei der feuchten AMD abnorme und meist undichte Gefäße unter der Makula.

Im Gegensatz zur trockenen AMD, die langsam und in Stadien fortschreitet, kann die feuchte AMD mitunter sehr rasch die Makula schädigen und zum Ausfall des zentralen Gesichtsfeldes führen. Deshalb ist es für Risikopatienten auch sehr wichtig, regelmäßig zum Augenarzt zu gehen.

Bei der feuchten AMD bilden sich kleine Blutgefäße unter der Makula, auch als Angiogenese bezeichnet. Aus diesen neugebildeten Gefäßen treten Flüssigkeit und Blut aus, was zu einer blasenförmigen Verwölbung der Makula führen kann. Diese Wucherungen verzerren die Sehkraft im kranken Auge, und gerade Linien erscheinen verbogen. Es können ebenfalls einer oder mehrere dunkle Flecken im zentralen Gesichtsfeld erscheinen. Diese sind durch eine Ansammlung von Blut oder Flüssigkeit unter der Makula verursacht.

Ohne Behandlung können die Blutungen im Auge bei feuchter AMD zur Narbenbildung führen, wonach der damit verbundene Sehverlust irreversibel ist. Zum Glück gibt es mehrere wirksame Behandlungsmöglichkeiten gegen die feuchte AMD. Diese Therapien können das Fortschreiten des Krankheitsprozesses nicht nur aufhalten, sondern in manchen Fällen sogar das Sehvermögen verbessern, jedoch lediglich wenn die Gewebe noch nicht begonnen haben, sich zu vernarben.

Was ist Angiogenese?

Angiogenese ist ein normaler Körperprozess wobei sich neue Blutgefäße bilden. Bei gesunden Erwachsenen geschieht Angiogenese natürlich beim Wachstum von Geweben und Organen sowie bei der Wundheilung und bei der Fortpflanzung, aber in allen anderen Situationen ist sie abnorm.

Feuchte AMD wird durch abnorme Angiogenese verursacht, wenn neue Gefäße unter der Makula wachsen und das Zentrum der Netzhaut beschädigen. Aus diesen neuen Gefäßen treten Blut oder Flüssigkeit aus, was zur Wölbung oder gar zum Anheben der normalerweise flachen Makula, und somit zur Beeinträchtigung des zentralen Gesichtsfeldes führt. Unbehandelte Patienten entwickeln Narbengewebe was zum unwiderruflichen Verlust des zentralen Sehvermögens führt.

Mehr als 40 Jahre Forschung über den Prozess der Angiogenese. Der Prozess ist folgender:

  • Das Wachstum neuer Blutgefäße wird durch spezielle Proteine ausgelöst, die „Wachstumsfaktoren“.
  • Ein Protein, der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) wird bei Patienten mit feuchter AMD in großen Mengen in der Netzhaut hergestellt.
  • Zu viel VEGF führt dazu, dass neue Blutgefäße von bestehenden Blutgefäßen unter der Makula hervorsprossen.
  • Die neu gesprossenen Blutgefäße sind sehr dünn und durchlässig, was zu einem Ödem und zu Blutungen führen kann.
  • Neue Gefäße verschlingen sich.
  • Spezielle Zellen, die Perizyten, fügen sich zu den neu geformten Blutgefäßen hinzu, umwickeln sie und stabilisieren dadurch die Struktur.
  • Andere Zellen, die “Vorstufen der endothelialen Zellen” werden ebenfalls zu den neuen Gefäßen angezogen. Diese besonderen Stammzellen findet man normalerweise nur im Knochenmark, doch sie reagieren auf spezifische Signale beim Wachstum neuer Blutgefäße.

Risikofaktoren

Es gibt mehrere Risikofaktoren für AMD:

  • Alter ist der größte Risikofaktor. Menschen über 60 Jahren sind am meisten gefährdet.
  • Wenn nahe Familienmitglieder AMD haben, ist das Krankheitsrisiko erhöht.
  • Wenn Sie AMD auf einem Auge haben, besteht ein hohes Risiko dass sich AMD auch im anderen Auge entwickelt.
  • Raucher haben ein zwei- bis dreimal höheres AMD Risiko. Je mehr Sie rauchen, desto höher das Risiko. Das AMD Risiko verringert sich, wenn Sie aufhören zu rauchen.
  • AMD ist bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern.
  • AMD ist bei Kaukasiern weiter verbreitet als bei Menschen afrikanischer Herkunft.
  • Fettleibigkeit beschleunigt die Entwicklung des AMD Früh- oder Zwischenstadiums zur fortgeschrittenen AMD.
  • Unkontrollierter Bluthochdruck erhöht ebenfalls das AMD Risiko.

Wie kann ich das Risiko verringern?
 

  • Nicht rauchen
  • Ein normales Körpergewicht beibehalten
  • Den Blutdruck kontrollieren
  • Eine Ernährung mit viel dunkelgrünem Blattgemüse und Obst verringert das AMD Risiko. Essen Sie regelmäßig Fisch und vermeiden Sie andere Fette. Diese Nahrungsmittel enthalten Antioxidationsmittel und andere Stoffe, die natürlicherweise Blutgefäßwachstum verhindern.
  • Regelmäßige Bewegung kann auch zur Vermeidung von AMD beitragen.
Referenceshttp://www.nei.nih.gov

Symptome

Im Frühstadium kann AMD asymptomatisch sein. Aber nach und nach verschwimmt die Sicht, es wird besonders schwierig Details scharf zu erkennen, sowohl von nahem als auch von weitem. Gerade Linien erscheinen gewellt oder teilweise unterbrochen. Die Linien und Formen bekannter Gegenstände können verzerrt erscheinen, z.B. der Türrahmen erscheint krumm. Folgende Symptome sollten Sie auch alarmieren: 

  • Ein verschwommener oder dunkler Fleck im zentralen Gesichtsfeld.
  • Gesichter erscheinen verschwommen.
  • Abnahme des Farbensehens.
  • Abnahme des Kontrastempfindens.
  • Abnahme der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse.
  • Abnahme der Tiefenwahrnehmung.
  • Erhöhung der Blendungsempfindlichkeit.
  • Besserung der Nachtsicht.
  • Schwierigkeiten bei Detailarbeit wie z.B. Einfädeln einer Nadel.

Viele dieser Symptome können unregelmässig auftreten und sich von Tag zu Tag ändern.

Manchmal ist nur ein Auge betroffen während das Sehvermögen des gesunden Auges längere Zeit unberührt bleibt. Das „gute Auge“ kompensiert die Verschlechterung der Sehfähigkeit des kranken Auges, und die Schwäche ‚erscheint‘ erst wenn beide Augen betroffen sind. Es ist also sehr wichtig, seine Augen regelmäßig untersuchen zu lassen.



Wie schnell AMD voranschreitet und wann die Symptome auftreten, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Bei manchen verschlechtert sich die zentrale Sehkraft sehr rasch, bei anderen erfolgt der Sehverlust stufenweise. In den meisten Fällen bleibt das periphere Sehen erhalten.

Für Menschen mit AMD wird Alltägliches oft schwierig, wie z.B. eine Telefonnummer wählen, Lesen oder Kochen. Feuchte AMD ist meist mit einer Abnahme der Lebensqualität verbunden, mit gesellschaftlicher Vereinsamung, klinischer Depression, einem erhöhten Sturz- und Hüftbruchrisiko, und frühzeitiger Aufnahme in ein Pflegeheim.

Es ist wichtig zu wissen, dass man feuchte AMD behandeln kann. Sie müssen aber die Zeichen und Symptome erkennen, und umgehend eine wirksame Behandlung einleiten können.

Datenblatt

Verbreitung von AMD:

  • Über 30 Millionen Menschen sind an AMD erkrankt, darunter 15% mit der fortgeschrittenen Form die man feuchte AMD nennt.
  • AMD ist bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern.
  • AMD ist bei Kaukasiern weiter verbreitet als bei Menschen afrikanischer Herkunft.
  • Menschen hispanischer oder chinesischer Herkunft sind weniger betroffen als Kaukasier, aber mehr als afrikanische Amerikaner.
  • Wenn ein nahes Familienmitglied AMD hat, haben Sie ein erhöhtes Risiko, selber die Krankheit zu entwickeln.
  • Bei Menschen über 60 Jahren gibt es zweimal so viele Fälle von AMD als von Alzheimer.
  • Bei Erwachsenen mittleren Alters ist das AMD Risiko ca. 2%, aber bei Menschen über 75 steigt das Risiko auf fast 30% an.
  • Heutzutage ist AMD für 8.7% krankheitsbedingter Erblindungen verantwortlich; die Zahlen schwanken zwischen 0% in Subsahara-Afrika und 50% in Industrieländern.
  • In Industrieländern verursacht AMD 50% aller krankheitsbedingter Erblindungen.

Kosten:

Die finanzielle Last und die Kosten einer AMD Behandlung sind beträchtlich.

  • 2010 wurde die finanzielle Last AMD-bedingter Erblindungen weltweit auf US$343 Milliarden geschätzt, davon gingen US$255 an direkte medizinische Versorgungskosten.
  • Für 2020 werden die Kosten AMD-bedingter Erblindungen weltweit auf USD$392 Milliarden geschätzt.
Referenceshttp://www.nei.nih.gov/health/ maculardegen/armd_facts.asp

http://www.vision2020.org/main.cfm?type=WIBAGERELMUSCDEG

Klein et al. Ophthalmology Volume 113, Issue 3, March 2006, Pages 373-380.

The Global Economic Cost of Visual Impairment, Access Economics, prepared for AMD Alliance International, March 2010

Früherkennung ist wichtig

Der erste wichtige Schritt ist einen Netzhautspezialisten aufzusuchen um sich auf AMD testen zu lassen.

Früherkennung:

Das frühzeitige Erkennen ist ausschlaggebend um möglichst viel Sehvermögen zu retten. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtig, denn im Frühstadium bleiben die AMD Symptome oft unbemerkt. Die Anzeichen von AMD sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei einigen Betroffenen verschlechtert sich die zentrale Sehkraft sehr rasch, bei anderen erfolgt der Verlust der Sehkraft stufenweise.

Narbengewebe ist gefährlich:

Unbehandelte AMD kann zum unwiderruflichen Verlust der Sehkraft führen. Bei feuchter AMD geben abnorm wachsende Blutgefäße Flüssigkeit und Blut in die Makula ab und beschädigen dadurch das lichtempfindliche Nervengewebe das unser Sehvermögen bedingt. Unbehandelt kann diese Anlagerung von Flüssigkeit und Blut Vernarbungen in der Makula hervorrufen und die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld unwiderruflich zerstören. Selbst dann kann der Verlust der Sehkraft noch weiter zunehmen (wenn der graue Fleck dunkler und grösser wird). Die Narbe kann zunehmen wenn Flüssigkeit und Blut weiter austreten. Doch auch bei unwiderruflichem Schaden kann noch behandelt werden.

Rasche Diagnostik und frühzeitige Behandlung können das restliche Sehvermögen wahren, indem das Fortschreiten der Krankheit unterbrochen wird und weitere Sehschäden vermeiden werden. In manchen Fällen kann eine wirksame Therapie sogar das Sehvermögen wiederherstellen.

Ist der Verlust der Sehkraft bei feuchter AMD reversibel?

Ja. Bei manchen Menschen haben die neuen Therapien den Verlust der Sehkraft rückgängig gemacht.

Weitere gute Gründe für eine Früherkennung:

Wenn Sie trockene AMD haben kann sich dieser Zustand zur feuchten AMD entwickeln, diese kann behandelt werden.

Wenn Sie in einem Auge feuchte AMD haben, kann auch das andere Auge erkranken, was regelmäßig überwacht werden muss.

Literaturde Jong, N Engl J Med 2006;355:1474-85

AMD Diagnose

Wenn Ihre Symptome Sie zu einem Netzhautspezialisten führen, wird auf AMD getestet. Jedes Auge wird einzeln untersucht.

 

Verzerrtes Sehen wird durch den Amsler-Gitter-Test diagnostiziert. Der Netzhautspezialist wird Sie auch auf Skotome (blinde Flecken) und verzerrte Sicht untersuchen, wie z.B. Unterbrechungen der Sicht, verschwommene Bereiche, schwarze Flecken, wellenförmige Bereiche, Unterbrechungen in den Linien des Gitters, oder krumme Linien. Unter Einsatz des Amsler-Gitters sind selbst sehr feine Sehstörungen erkennbar, die auf eine sehr kleine Menge an Flüssigkeit unter der Makula zurückzuführen sind.

 

Der Amsler-Test kann auch Zuhause durchgeführt werden. Folgen Sie dazu den nachstehend aufgeführten Schritten:
 

  • Tragen Sie Ihre Lesebrille. Bei Bifokalbrillen, schauen Sie durch den unteren Lesebereich.
  • Das Amsler-Gitterin Augenhöhe und in einem bequemen Leseabstand an der Wand befestigen.
  • Decken Sie ein Auge ab. Sehen Sie mit dem anderen Auge auf den Punkt in der Mitte des Amsler-Gitters.
  • Notieren Sie beim ersten Mal alle grauen, verschwommenen, blanken oder verzerrten Stellen.
  • Schauen Sie jeden Morgen auf den zentralen Punkt. Wenn neue verzerrte Stellen, gewellte Linien erscheinen oder wenn sich der blanke Bereich zur Mitte hin vergrößert anstatt dass Sie gerade Linien sehen, setzen Sie sich unmittelbar mit Ihrem Netzhautspezialisten in Verbindung. Diese Zeichen müssen Sie wie einen Notfall behandlen wenn Sie vermeiden wollen, dass weitere Gefäßblutungen auftreten, sich Narben Bilden oder dass es gar zu einer unwiderruflichen Erblindung kommt.


 
Hier können Sie das Amsler-Gitter mit Anweisungen herunterladen

Was kommt noch?

Zuerst wird der Netzhautspezialist anhand eines Augenspiegels die Netzhaut im hinteren des Auges nach Anomalien der Makula untersuchen. Sollte ein Schaden sichtbar sein, wird die Netzhaut mit hochspezialisierten Geräten fotografiert. Diese fotographischen Techniken ermöglichen es, das Vorhandensein von Flüssigkeit unter der Netzhaut zu entdecken und deren Menge zu beurteilen. Diese Flüssigkeitsmessungen anhand fotographischer Tests dienen auch dazu, die Wirkung einer AMD Behandlung zu beurteilen. Es können weitere Tests durchgeführt werden:

 

  • Fluoreszenz-Angiographie: Bei diesem Verfahren wird ein Farbstoff in den Arm des Patienten gespritzt. Wenn der Farbstoff die Blutgefäße der Netzhaut erreicht, wird er fotographisch erfasst. Anhand dieser Fotographien sieht man eventuelle krankhafte Veränderungen der Netzhaut und dessen Position. Bei Patienten mit feuchter AMD kann die Position und die Menge an abnormer Flüssigkeit in Auge festgestellt werden. Dieser Test kann bis zu drei Stunden dauern. Die Injektion kann ein vorübergehendes Unbehagen im Arm verursachen. Fluoreszenz-Angiographie kann bei der Diagnose und bei der Wahl der Therapie hilfreich sein. Normalerweise dient dieser Test lediglich der Diagnose und wird bei der Nachsorge nicht mehr durchgeführt.
  • Funduskamera und Autofluoreszenz (AF): Eine Funduskamera ist ein mit einer Kamera ausgestattetes Mikroskop. Spezielle Filter ermöglichen es, die natürliche Fluoreszenz (Autofluoreszenz, AF) im Auge und somit beschädigte retinale Pigmentepithelzellen (RPE) sichtbar zu machen. AF ist eine nichtinvasive Technik und erfordert keine Pigmentinjektion.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): OCT verwendet Licht um die Netzhaut zu scannen, und die verschiedenen Netzhaut- und optischen Gewebe darzustellen. OCT dauert nur wenige Minuten. Dieses Verfahren ist ebenfalls nichtinvasiv und es berührt keinerlei Instrument das Auge. OCT erfordert keine Injektion oder intensive Lichtaussetzung. Sie wird verwendet um die Augenstruktur zu überprüfen und um die Wirksamkeit verschiedener Therapien zu bewerten.